Filme
In den letzten Tagen viele schwule Filme angeschaut.
Die meisten davon zum dritten oder vierten Mal.
Spannend, wie mich vieles noch immer bewegt.
“Trick“: Nach wie vor rein vom dramaturgischen her, mit das beste was ich seit langem gesehen habe. Der Film hat im Aufbau keine Fehler. Dazu kommt, das die Handlung einfach goldig ist. Ich hab den Film mal mit nem ganz schlimmen Hete angeschaut (*zwinker* Ich weiss, das er mitliest!!!), und selbst er rief am Ende ungeduldig “Mensch, küsst Euch halt endlich”.
Dann “Latter Days”. Wunderbar melancholisch, aber nicht traurig. Hinterher mit meinem Ex lange über das Thema Religon geredet. Ich finde die attitude (ätzendes neudeutsch, aber Attitüde gefällt mir noch weniger) des Mormonen wahnsinnig ansprechend. wenn er Look at yourself. You’re so pretty and colorful on the outside, but inside you’re nothing but fluff. You’re like a walking, talking marshmallow Peep! sagt, schmelze ich dahin^^ Nicht zu vergessen die grandiose Bar-Besitzern mit meiner neuen Profil-Headline:
Your church doesn’t like alcohol or homosexuals. Hmm… Well, I definitely won’t be joining. Can’t imagine heaven without both.
Hinterher übergangen zum deutlich witzigeren “Eating Out“. Nach wie vor zum schmunzeln. Die erste schwule Teenie-Klamotte. Nicht ganz so derb wie “Another gay movie” - manchmal auch net ganz so witzig - aber mit überzeugenderen Rollen. Und wenn sie sich am Schluss über Musik unterhalten, schmelze ich dahin^^
Dann eeeeendlich nach langem warten die Fortsetzung “Eating Out 2 - Sloppy Seconds” betrachtet. Hm, was soll ich sagen. Schlüpfrige Sekunden waren es allemal. Allein, es macht nicht glücklich. Mir fehlten sympathische Charaktere. Während im ersten Teil die Gestalten noch Herz hatten, so geht es im zweiten Teil nur darum, die geile Sau möglichst schnell ins Bett zu bekommen. Keine einzige Figur, mit der ich mitleben konnte. Schade. (Zugegeben: Als die offen Schwule Hauptrolle seiner Freundin die Mumu lecken musste, hab ich mich auch gekringelt vor lachen, aber gut ist der Film deswegen noch lange nicht).
Dann “Die Ahnungslosen“. Ein poetischer Film des Regisseurs von “Hamam - das türkische Bad”. Poetisch ist nicht unbedingt immer das beste Kriterium für einen Film. Die Handlung ist wirklich wunderbar. Die Frau, die nach dem Tod ihres Mannes feststellt, dass dieser ein schwules Doppelleben hatte, und sich langsam mit diesem, ihr fremden Freundeskreis ihres Gatten Freundschaft schließt. Joah.. was soll ich schreiben. Ich bin kein Fan des lange-Einstellung-ohne-Text-dafür-richtig-lange-bedeutungsschwere-Blicke-Films. Deswegen mag ich auch so wenige französische Filme. Bei diesem Film ist es ok. Die Handlung und die Schauspieler helfen über diese Ästhetik hinweg.
Wer das prinzipiell mag: unbedingter Tip!
Am Freitag dann im Kerkeling-Rausch (man lese dieses Blog *lach*) auch mal “Samba in Mettmann” angeschaut. Ich fand ihn schon ganz witzig. Aber mir gings ähnlich wie in “Eating Out 2″: Kein einziger liebenswerter Charakter. Die “positiv besetzten Rollen” bleiben konturlos, die negativen sind einfach nur zum kotzen. Nur der schwerhörige Opa blieb positiv haften. Da soll Hape doch lieber “Ein Mann, ein Fjord” zum Film umwandeln! Dann fliegt Frau Lange auch wieder^^
Als letztes dann heute zum wiederholten Male “The best little Whorehouse in Texas“. *g*. Ok, der Film polarisiert. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Dolly Parton ist hier das Abziehbild einer Transe. Bis hin zum Pailetten/Straß/Pfauenfeder-Kostüm. Die Musik ist typisch Ami-Country. Die Handlung amüsant aber doof. Der Witz wunderbar schlüpfrig, ohne jeeeeemals zu weit zu gehen. *lach*. Für einen Film über ein Bordell absolut Schwiegermuttertauglich.
Nur ein Lied daraus geht mir immer wieder durch den Kopf. Die Lyrics (auszugsweise) nach dem Jump. (mehr…)
Comments(2)
