Gespreizt

Gerade “Spread” alias “Toy Boy” angeschaut.
Trotz Ashton Kutchers nacktem Poppes (und viel weitere Haut) eine totale Gurke.
Mann, mann, mann.
Wer hat nur für dieses Drehbuch grünes Licht gegeben?
btw… ich finde es interessant, dass bei einem Film über einen Callboy in LA die schwule Komponente mal so ganz und gar fehlt. Ich weiss, man mag mir vorwerfen, dass ich da einen voreingenommenen Blick habe, aber ich finde es richtiggehend unwahrscheinlich, dass ein junger Stricher in LA nicht mal ansatzweise auf den Parties, auf denen er ältere Damen anmacht auch auf ältere Herren trifft.
Selbst wenn er (natürlich) nicht darauf eingegangen wäre, hätte es der Sache etwas mehr Realismus verliehen.
du glaubst doch nicht wirklich, dass man ein hollywood”idol” wie ashton kutcher in einer halbschwulen rolle besetzen kann
weitere fakten:
-> beim superbowl durfte ein schwuler werbeclip nicht gezeigt werden (”das wollen die leute nicht sehen”)
-> im trailer von valentines day musste die schwule beziehung zwischen eric dane und bradley cooper rausgeschnitten werden (”man wolle die zuschauer nicht verschrecken”)
wundern tut mich echt nix mehr … und ja, das fehlen der homoerotischen anbandelungen als callboy darf man in einem film wirklich nicht außer acht lassen. das sagen sicher auch leute, die nicht so “vorbelastet” sind wie die gay community
lg
bop
Doch, das glaube ich wohl.
Natürlich nicht in einem positiven Licht, das ist klar. Aber normalerweise wäre ein schwuler Kunde, auf den der Callboy NICHT eingeht, fast schon klischeemäßig wichtig. Siehe “my own private Idahoe”. Jetzt kann man natürlich darüber streiten, ob eine negative schwule Figur besser oder schlechter wäre, als gar keine Figur.
Ich bin da eher der Verfechter des “Lieber schlecht als gar nicht”. In der wunderbaren Dokumentation “Celluloid Closet” gibt es dazu einige kluge Anmerkungen.
Die anderen beiden Beispiele sind wirklich ärgerlich. Gerade bei Valentines Day.
Aber da ist Hollywood noch nicht so weit. Trotz “Milk” und Konsorten.
Aber es verändert sich wenigstens in kleinen, kleinen Schritten!